fondness

Ich sehe was, was du nicht siehst…..
und das ist „Zuneigung„.

Brauchen wir nicht alle hin und wieder ein wenig Zuneigung? Ich für meinen Teil ja und ich denke, diesen beiden Löwenzahn Blümchen geht es genau so. Als ich sie am Wegesrand entdeckte, habe ich sofort gesehen das sie sich zueinander hingezogen fühlten.
Sie kamen mir vor wie zwei liebende, die sich in ihrer trauten Zweisamkeit zärtliche Ferse flüsterten. Der Wind streichelte sanftmütig ihre vom Regen durchnässten Blütenkrönchen, die sie nur bei völliger Trocknung abwerfen konnten um so, wenn die Zeit gekommen ein neues, viel prunkvolleres in Form von federartigen Schirmchen zu erhalten. Zwei Seelen fiebern gemeinsam und unerschrocken ihrem großen Auftritt entgegen, eine Zeremonie in höchster Vollendung die emotionaler nicht sein könnte. Liebliche Düfte, betörend und fein untermalen den festlichen Akt der Wiedergeburt. Sie haben sich gefunden um neues Leben zu schenken aus dem, wie ich hoffe, sich neue Liebschaften entwickeln. Der Lauf der Natur, der Kreislaufartig seine Bahnen zieht führt bei diesen Romanzen Regie und wird dafür Sorge tragen, das es in diesen märchenhaften Liebeleien immer ein Happy End gibt.

fondness

Ihr könnt jetzt sagen was ihr wollt, aber ich bin der festen Überzeugung, das Pflanzen eine Seele haben. Ich spreche ihnen Gefühle zu, sie können traurig, fröhlich, ängstlich oder verliebt sein. Diese Szene auf dem Bild spricht für sich, aber macht euch doch eure eigenen Gedanken dazu, es bleibt jedem selbst überlassen etwas Eigenes hinein zu interpretieren.

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Die liebe zur Natur
schärft den Blick
für das Wesentliche,
sie ist
das Spiegelbild
unserer Seele
***

Artwork of Nature

Auch ich als eingefleischter Makrofan entdecke immer wieder neue, einzigartige Schönheiten auf meinen Streifzügen durch die Natur. Klar habe ich schon sehr vieles vor meiner Linse gehabt, das ich in irgendeiner Form schon mal abgelichtet und auf meiner Seite präsentiert habe, aber die Betrachtungsweise und meine derzeitige Gefühlslage   nehmen sehr großen Einfluss auf das was am Ende dabei raus kommt.
Was ich eigentlich damit sagen will ist, Emotionen sind gut für unterschiedliche Betrachtungsweisen. Ich habe keinen Bock auf Murmeltiertag, es wäre doch echt langweilig wenn man ein und dasselbe Motiv immer wieder aus der gleichen Perspektive betrachten müsste, irgendwann interessierts keinen Menschen mehr und das wäre doch echt schade.
Dieses mal habe ich mein Augenmerk auf schnödes Blattwerk gelegt und mich wieder mal von den großartigen Arbeiten des Karl Blossfeldt inspirieren lassen. Was dabei raus gekommen ist seht ihr im folgenden Bild, ich hoffe es gefällt.

Time Travel

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen.

Wenn ich könnte wie ich wollte, dann würde ich gerne mal eine Reise in die Vergangenheit machen. Mir ging es dabei nicht darum etwas zu verändern, es ist gut wie es ist, ich würde vielmehr als Beobachter im Hintergrund agieren und einfach nur dem ein oder anderen kreativen Kopf der Geschichte über die Schulter schauen. Als erstes würde ich schon mal einen Abstecher ins Jahr 1928 machen, in die Zeit in der Karl Blossfeld seiner fotografischen Kreativität freien Lauf ließ und sein erstes Buch „Urformen der Kunst“ veröffentlichte. Ich bin ein großer Bewunderer seiner einzigartigen Arbeiten. Obwohl Blossfeldt seine Fotografien nie als Kunst ansah, sondern lediglich als Vorlagen für Zeichenunterricht, so hat er doch aus unserer heutigen Sicht einzigartige Kunstwerke geschaffen. Er ist für mich der Urvater der Makrofotografie, von dessem Geist ich mich bei meinen Kreationen immer wieder gerne inspirieren und streifen lasse.

Na ja, ich denke meine Zeitreise wird nur ein Traum bleiben, aber was wäre unsere Welt ohne Träume, sie wäre langweilig.

time travel

 

Ein Hauch von Melancholie

Irgendwie kann ich schon gar nicht mehr anders. Ich liebe es düster, keine knalligen Farben die vom Wesentlichen ablenken und dazu ein Hauch von Melancholie, die mich immer wieder in märchenhafte Welten abtauchen lässt. Beim Anblick dieser traurigen, leicht angebrochenen Pusteblume brach auch mir das Herz. Ich kann es einfach nicht ertragen, wenn eine Pflanze leidet und so beschloss ich, ihr auf meine Art und Weise neues Leben einzuhauchen. Natürlich könnt ihr jetzt  sagen der Typ hat einen an der Murmel, dieses Unkraut gibt es doch Millionenfach auf der Welt, was solls. Aber was ist, wenn es irgendwann keine Pusteblumen mehr gibt, wir sie alle ausgerottet haben, weil sie aus unserer Sicht nur ein überall wucherndes Übel dargestellt haben.
Ich für meinen Teil bin der Meinung, das es was mit der Wertschätzung unserer Natur  zu tun hat, das man die Dinge die sie uns zur Verfügung stellt respektvoll und behutsam behandeln sollte. Wir können uns glücklich schätzen das es die Pusteblume noch gibt und wir , wie wir es als Kinder schon alle getan haben,  ihre Schirmchen durch ein sanftes anpusten auf die Reise zu schicken. Ich glaube, es gibt niemanden von uns der das in der Vergangenheit noch nicht zelebriert hat. Wir haben, sei es auch unbewusst, dafür gesorgt sie auf abenteuerliche Reisen zu schicken um dadurch ihren Fortbestand zu sichern. Egal wie man es betrachtet, aus meiner Sicht ist dieses kindliche Verhalten eine Liebeserklärung an die Natur an dem sich so manch ein Erwachsener noch eine Scheibe abschneiden kann und sollte. Wir werden viele Dinge nicht ändern können, aber wir können dazu beitragen sie für die nachfolgenden Generationen so zu erhalten, das sie sich noch lange Zeit am Zauber der Natur erfreuen können.

In diesem Sinne wünsche ich euch weiterhin viel Spaß beim stöbern im VEB.

Und auch die Pusteblume ist als gewandelter Löwenzahn am Ende ihrer Existenz und zugleich in luftiger Erwartung einer neuerlichen Fortpflanzung“, so Thiemann. In den wohlkomponierten Bildstudien schwinge ein spür- und sehbarer Hauch von Melancholie mit. Sie seien eine Liebeserklärung an die Natur. Was aus größerer Entfernung beinahe fotorealistisch wirke, gerate beim näheren Herantreten durch die bewusste Unschärfe zu einer leicht diffusen Transparenz. „Damit entzieht sich das vermeintlich unmittelbar Greifbare, das gegenwärtig Wirkliche, förmlich in eine andere Dimension des Seins.“Pusteblumen und ein Hauch von Melancholie | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-brilon-marsberg-und-olsberg/pusteblumen-und-ein-hauch-von-melancholie-id7775503.html#plx1341821925
Und auch die Pusteblume ist als gewandelter Löwenzahn am Ende ihrer Existenz und zugleich in luftiger Erwartung einer neuerlichen Fortpflanzung“, so Thiemann. In den wohlkomponierten Bildstudien schwinge ein spür- und sehbarer Hauch von Melancholie mit. Sie seien eine Liebeserklärung an die Natur. Was aus größerer Entfernung beinahe fotorealistisch wirke, gerate beim näheren Herantreten durch die bewusste Unschärfe zu einer leicht diffusen Transparenz. „Damit entzieht sich das vermeintlich unmittelbar Greifbare, das gegenwärtig Wirkliche, förmlich in eine andere Dimension des Seins.“Pusteblumen und ein Hauch von Melancholie | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-brilon-marsberg-und-olsberg/pusteblumen-und-ein-hauch-von-melancholie-id7775503.html#plx1341821925

melancholy